Die Gruppe PUR

Die Musikgruppe PUR ist eine meiner Lieblingsgruppen.

Auf dieser Seite möchte ich euch etwas über sie erzählen.

Ist aber ein wenig mehr!!!!!

Bandgeschichte

1975 bis 1979

Roland Bless und Ingo Reidl, zwei Gymnasiasten aus Bietigheim, gründen mit ein paar Freunden die Band Crusade. Die Proben finden im Keller einer Kirchengemeinde statt. Die Band spielt vornehmlich Coverversionen.

Hartmut Engler nimmt 1976 bei Reidl Klavierunterricht. Schließlich singt er bei Crusade vor und wird der neue Sänger.

Als zweiten Gitarristen holt die Band sich 1979 Jörg Weber, genannt „Jo“ - nach einer Umbesetzung der Band wird er, der ebenso wie Reidl Musik studiert, Bassist. Nach seiner Heirat nimmt Weber den Nachnamen seiner Frau an und nennt sich seitdem Joe Crawford.

 

1980 bis 1985

Mit Rudi Buttas ist die bis heute bestehende Besetzung 1980 komplett. Der Gitarrist hat sein Handwerk studiert und bereits Erfahrungen in anderen Bands gesammelt. Man experimentiert sowohl musikalisch als auch inhaltlich: Deutsche Texte werden ausprobiert; Engler schreibt über zwischenmenschliche und gesellschaftliche Themen. Der Gruppenname wird in Opus geändert. Als Opus nehmen die fünf Musiker von ihren eigenen Ersparnissen ihr erstes Album mit dem Titel „Opus“ auf. Doch es findet sich keine Plattenfirma, die dieses Erstlingswerk veröffentlichen will. Die Band verkauft das Album auf ihren Konzerten. Heute trägt das Album, das von Intercord 1990 nachträglich ins Repertoire aufgenommen wurde, den Titel Opus I. Das zweite Album von Opus, ebenfalls aus eigener Tasche finanziert, trägt 1985 den Titel Vorsicht zerbrechlich. Auch dieses Werk findet keine Plattenfirma und wird bis 1990 ausschließlich im Eigenvertrieb und auf Konzerten verkauft. 1985 veröffentlicht die gleichnamige österreichische Band die Single Live is Life, die auch in Deutschland zur meistverkauften Single des Jahres wird, worauf die deutsche Band ihren Namen auf Pur ändert. Die LP Vorsicht Zerbrechlich wird mit einem anderen Cover neu herausgebracht.

 

1986 bis 1989

Pur wurde 1986 Bundesrocksieger. 3000 Künstler und Bands reichen für diesen Wettbewerb Aufnahmen ein. Zunächst avancieren Pur zu Landessiegern, dann wird ihnen auch der Preis für die vielversprechendste Band der gesamten Bundesrepublik verliehen (in der DDR gewannen 1986 zeitgleich die Puhdys diesen Wettbewerb). Aufgrund der politisch angespannten Lage und den kritischen Texten von Pur kam es nicht, wie zunächst geplant, zu einer deutsch-deutschen Ausscheidung. Eine Live-Aufnahme des Liedes „Drachen sollen fliegen“ erscheint auf der Dokumentations-LP „Deutscher Rockpreis 1986“. Das Lied „Hab' mich wieder mal an dir betrunken“ führt 1987 zum Plattenvertrag mit Intercord. Mit dem selbst produzierten Album „Pur“ erscheint erstmals ein Album unter dem neuen Bandnamen. Pur gewinnt 1988 den Nachwuchspreis der „Goldenen Europa“. Neben zahlreichen Auftritten in der Provinz nehmen Pur auch ihr nächstes Album auf. Für „Wie im Film“ verpflichtet die Intercord den Produzenten F. Ferdinand Förster, der kurz vorher mit der Band Fux den Hit „Überdosis Glück“ hatte. Er verpasst Pur einen von Keyboards und E-Drums dominierten Sound, welcher heute von der Band allerdings eher negativ betrachtet wird, da er sehr vom Stil der Münchener FreiheitDieter Falk produzieren, sondern auch die erste, die in den deutschen Album-Charts auftaucht. Sie wird ein kommerzieller Erfolg. Im Vorfeld der Albumveröffentlichung spielt die Band im Rahmen eines Open-Air-Festivals neben Tina Turner und den Simple Minds vor über 100.000 Zuschauern. Die Singles „Freunde“ und „Brüder“ fachen die Albumverkäufe an. beeinflusst ist. Das Album enthält die Originalversion von „Kowalski“, mit der das Autorengespann Engler/Reidl eine Kunstfigur schafft, die den „typischen Deutschen“ persifliert und die im Verlauf der Jahre immer wieder auf diversen Pur-Alben auftaucht. Mit „Funkelperlenaugen“ gelingt ihnen zudem ein erster Radiohit weit über das baden-württembergische Sendegebiet hinaus. Der Preis der Deutschen Schallplattenkritik wird 1989 Pur zugesprochen.

 

1990 bis 1999

Zum ersten Mal landen Pur 1990 ein Lied in den Single-Charts: „Lena“. Ende des Jahres folgt das Album „Nichts ohne Grund“, das mit internationalen Gastmusikern zum Teil in Bietigheim, zum Teil in Los Angeles entsteht. Es enthält unter anderem das „Lied für die Vergessenen“, das Hartmut stellvertretend allen Eltern widmet, sowie „Mein Freund Rüdi“. Engler wird mit dem Fred-Jay-Textpreis ausgezeichnet. Pur sind 1991 fast das ganze Jahr auf Tournee und entschließen sich am Ende, dies mit einem Livealbum zu dokumentieren. Am Ende ihrer ersten Tournee mischt die Band das geplante Livealbum 1992 ab. Das Album „Seiltänzertraum“ erscheint 1993. Es wird ein kommerzieller Erfolg. Mehr als zwei Jahre lang notiert sich der Bestseller in den Media Control Charts und findet mehr als 1,5 Millionen Käufer. Auf der gleichnamigen Tour sehen weit mehr als eine halbe Million Menschen Pur live. Die Band wird zum ersten Mal (wie auch in den folgenden Jahren) mit der Goldenen Stimmgabel ausgezeichnet. Pur gehen 1994 auf Deutschlandtournee. Nach dem zweiten Konzert bricht sich Engler den Oberarm und setzt die Tournee eingegipst und auf Krücken trotzdem fort. RTL verleiht der Band den Goldenen Löwe. Pur werden zu Beginn des Jahres 1995 mit dem Echo ausgezeichnet und avancieren mit ihrem nächsten Album endgültig zur kommerziell erfolgreichsten deutschen Popband. Das Album „Abenteuerland“, aufgenommen in Nashville und abgemischt von John Kelly in London, erscheint im August und belegt sofort Platz eins der Media Control Charts. An manchen Tagen erreicht das Album einen Marktanteil von bis zu 53 %. Mehr als eine Million Fans erleben die Tournee zum Album. Erneut werden Pur 1996 mit einem Echo geehrt. „Ein Seiltänzertraum im Abenteuerland“ heißt die ZDF-Sendung, die dem Phänomen Pur auf den Grund zu gehen sucht. Es folgen etliche Einladungen in alle wichtigen Fernsehshows inklusive „Wetten, dass ...?“. Eine große Open-Air-Tournee, die sich der Hallen-Tournee anschließt, gipfelt in einem von Premiere live übertragenen Konzert im ausverkauften Düsseldorfer Rheinstadion. Ein neues Live-Album, „Live - die Zweite“, sowie eine zweiteilige Bandchronik auf Video finden reißenden Absatz. Das Abenteuerland-Album überschreitet die Zwei-Millionen-Verkaufsgrenze. Pur bekommen die Goldene Stimmgabel in Platin, Die Goldene Kamera und einen Bambi. 1997 arbeiten Pur an dem Album „Mächtig viel Theater“. Die erste vorab erscheinende Single „Wenn du da bist“ erzielt eine Goldene Schallplatte und ist damit die bisher erfolgreichste Pur-Single. Pur bekommen vierfach-Platin für „Abenteuerland“, 3-fach-Platin für „Seiltänzertraum“, Doppelplatin für „Live - Die Zweite“ und Gold für das gleichnamige Video. Im Januar 1998 wird das noch im selben Jahr mit Doppelplatin ausgezeichnete Album „Mächtig viel Theater“ veröffentlicht - und erreicht sofort Platz eins in den deutschen Charts. Besonders viel Aufsehen erregt das in Zusammenarbeit mit dem autistischen Autor Birger Sellin entstandene Lied „Ich will raus hier“, während bei „Kinder sind tabu“ vehement gegen jegliche Form von Pädophilie Stellung bezogen wird. Die Pur-Musiker widmen sich 1999 vornehmlich ihren Familien, gastieren jedoch bei einigen Open-Air Festivals. Einen kleinen musikalischen Ausflug wagen Pur dennoch: Auf einem Party-Hit-Mix präsentieren sie ein Medley ihrer Hits „Freunde“, „Ich lieb' dich“, „Hör' gut zu“, „Wenn du da bist“, „Lena“, „Ein graues Haar“, „Hab' mich wieder mal an dir betrunken“ und „Funkelperlenaugen“.

 

2000 bis 2005

Pur starten in das Jahrzehnt mit einer neuen Single: „Adler sollen fliegen“, die musikalische Begleitung der Skisprungübertragungen von RTL, schafft es auf Anhieb auf Platz neun der Media Control Charts - und ist damit der höchste Direkteinstieg, den Pur bislang mit einer Single verbuchen konnten. In den ersten Monaten des Jahres entsteht im belgischen Galaxy Studio das Album „Mittendrin“, das die Band selbst produziert und das am 11. September 2000 erscheint. Vorab erscheint als weitere Single „Herzbeben“. Ende Oktober 2000 startet die „Mittendrin - Pur Tour 2000“, für die sich Pur auf eine zentral gelegene Rundbühne mitten unter die Fans mischen. Die 40 Daten umfassende Tournee ist wie die der Jahre zuvor bereits vor Beginn ausverkauft. Gleich zu Beginn des Jahres 2001 werden Pur mit einem Echo als beste nationale Popband ausgezeichnet. Die DVD „Mittendrin und ganz viel drumherum“ erhält den DVD Champion Award. Nach der Hallentournee zum Doppelplatinalbum „Mittendrin“ geht die Band, die nun seit 20 Jahren zusammenspielt, anlässlich ihres Jubiläums auf Open-Air-Tournee. Die Konzerte werden vornehmlich in kleinen Städten und Gemeinden zwischen Passau und Wilhelmshaven veranstaltet, was Engler auch als ein Dankeschön an die Fans versteht. Das musikalische Programm unterscheidet sich wesentlich von der letzten Tournee. Die Jubiläumstournee wird ein Streifzug durch die Geschichte von Pur, wobei die Fans ihre Wünsche zuvor auf der Homepage der Band äußern können und somit den Ablauf der Konzerte mitgestalten. Den Abschluss bilden die beiden Konzerte in der neuen Gelsenkirchener Fußballarena „Auf Schalke“, die Pur am 24. und 25. August 2001 musikalisch einweihen. Für diese Konzerte wird ein letztes Mal die Mittelbühne der „Mittendrin“-Tournee aufgebaut. An zwei Tagen erleben mehr als 100.000 Fans Pur live AufSchalke. „Pur & Friends Auf Schalke“ wird filmisch dokumentiert und im Dezember erscheint eine DVD plus (DVD mit CD-Schicht auf der Rückseite). Direkt im Anschluss an die Tour wird das Album „Hits Pur - 20 Jahre eine Band“ veröffentlicht, das neben aktuellen Hits auch neu bearbeitete Klassiker enthält. Bereits in der ersten Woche nach der Veröffentlichung steigt das Album auf Platz eins der deutschen Album-Charts ein und hält sich fünf Wochen auf der Spitzenposition. Eine weitere Zeitreise durch die Bandgeschichte unternimmt der Bildband „Pur - Unsere Geschichte“, das Ralph Larmann in enger Zusammenarbeit mit der Band kreiert. Es ist die erste von Pur autorisierte Biographie. Die Band gönnt sich 2002 eine Pause und zieht sich ins Studio zurück. Rudi Völler bittet die Band, bei der Abschlussparty der Fußballnationalmannschaft in Japan zu spielen. Innerhalb weniger Tage wird dieser Auftritt organisiert. Im Sommer 2003 erscheint mit „Ich denk an dich“ der Vorbote zum neuen Studioalbum „Was ist passiert?“, das im September veröffentlicht wird. Die Entstehung wird überschattet von Englers Trennung von seiner zweiten Frau sowie dem Tod seines Vaters, so dass ein sehr persönliches und emotionales Werk entsteht. Für den Herbst steht eine große Deutschlandtournee an. Zehn Jahre nach dem Gewinn ihres ersten ECHOs werden Pur Anfang März 2004 zum vierten Mal mit dem Musikpreis ausgezeichnet. Wie schon in den Jahren 1995, 1996 und 2001 geht die erfolgreichste deutschsprachige Popband in der Kategorie Gruppe National Pop/Rock als Sieger hervor. Im Sommer spielen Pur auf diversen Festivals. Die Band hat speziell für diesen Anlass zahlreiche ihrer besten Songs klassisch umarrangiert und präsentiert diese einmaligen Versionen, unterstützt vom 41-köpfigen German Pops Orchestra, bei den beiden Konzerten vor knapp 150.000 Zuschauern. Die neue Studiosingle „Halt dich fest“, eingespielt als klassisch orchestrierte Ballade, wird wenige Tage vor den Konzerten veröffentlicht. „Pur klassisch“, dieses ganz besondere Konzertereignis in einer schillernden Karriere, wird bestmöglich für die Nachwelt dokumentiert: Die CD „Pur klassisch – Live AufSchalke 2004“ erscheint bereits Anfang Oktober. Im November folgt die gleichnamige DVD. Während Pur im Jahr 2005 eine Pause macht, veröffentlicht Engler, der Sänger sein erstes Soloalbum. Mit „Just A Singer“, so der Titel des Albums mit ausschließlich englischsprachigen Liedern, erfüllt sich der Sänger einen lang gehegten Wunsch. Inzwischen ist das Soloprojekt aber bis auf weiteres beendet.

 

Pur in der Veltins Arena
Pur in der Veltins Arena

2006 und 2007

Im März 2006 erschien die Single „SOS“, welcher als Titel der Aktion „6 Dörfer für 2006“ diente. Im Mai 2006 gab Pur ein Best-Of-Konzert in der TUI-Arena. Am 4. August wurde die Single „Weil Du bei mir bist“ samt einer in Hannover aufgenommenen Liveversion des Titels „SOS“ veröffentlicht. Am 1. September 2006 kam das Album „Es ist wie es ist“ auf den Markt, es stieg auf Platz 1 der deutschen Albumcharts ein. Im Herbst gingen Pur auf eine Hallentour, die am 9. November 2006 in der Halle Westfalen begann und am 21. Dezember 2006 in München endete und in einer am 15. Dezember 2006 erschienenen DVD dokumentiert ist.

Im März 2007 werden Pur wieder für den "Echo" in der Kategorie "Beste Rock/Pop Gruppe national" nominiert. Pur beschließt, nach der großen Nachfrage der Hallentour 2006, im Juni und Juli 2007 eine kleine Open Air Tour zu spielen.

Am 6. Juli 2007 erschien die Single "Es ist wie es ist" von dem gleichnamigen Album.

Am 13. Juli 2007 wurde PUR mit dem renommierten Hörerlebnis-Preis HELIX des Forums 'Besser Hören' ausgezeichnet. Die Laudatio hielt TV-Moderator Reinhold Beckmann. "PUR beschert uns seit über 25 Jahren ein musikalisches Hörerlebnis, das seinesgleichen sucht", so Beckmann bei der Verleihung in Hamburg. PUR-Frontmann Hartmut Engler bedankte sich mit den Worten: "Das ist das größte Kompliment, das man einer Band machen kann. Wir freuen uns, dass unser musikalisches Werk mit dem HELIX geadelt wird. Wir haben schon viele Preise erhalten, aber dieser ist etwas ganz Besonderes." Beim abendlichen Open-Air-Konzert im Hamburger Stadtpark jubelten tausende Fans, als die Band den HELIX auf der Bühne präsentierte. Mit dem HELIX werden jährlich Persönlichkeiten geehrt, die herausragende Hörerlebnisse geschaffen haben. Vor PUR waren dies: Xavier Naidoo, Iris Berben, Anna Maria Kaufmann, Mario Adorf und Udo Jürgens.

Am 8. September 2007 stand wieder ein Konzert auf Schalke an. Gastmusiker waren Christina Stürmer & Band, John Miles, Purple Schulz & Josef Piek und wieder einmal das GermanPops Orchestra unter der Leitung von Bernd Ruf. Bei den letzten beiden Mega-Events "Pur & Friends auf Schalke" und "Pur klassisch" traten unteranderen Stars wie Laith Al-Deen, Nena, Peter Maffay, Nubya, Fools Garden und Heinz-Rudolf Kunze auf.

 

2008 nutzen die Musiker die Zeit, um an einem neuen Studioalbum zu arbeiten.